Wir lesen die EU-Verfassung!


Alle sprechen drüber, die wenigsten kennen sie: Die Verfassung der EU. In manchen Zeitungen wurden in letzter Zeit Auszüge veröffentlicht, nach politischer Couleur der Redaktionen ausgewählt. Den Gazetten bleibt auch nichts anderes übrig, umfasst das Werk doch 482 Seiten in seiner deutschen Ausgabe. Manche behaupten, die Kritik der reinen Vernunft sei ein Krimi dagegen. Die EU-Verfassung wird unsere gesellschaftliche Zukunft maßgeblich beeinflussen, sagen die einen. Da steht doch nur drin, was jetzt eh schon passiert, sagen die anderen. Man weiß nicht, wem man glauben soll.

Wenn Sie wissen wollen, was wirklich in der EU-Verfassung steht, dann lesen Sie sie doch!

"Ich soll 482 Seiten lesen??"

Zugegeben, es ist eine rechte Quälerei. Die hannoveraner Gruppe des globalisierungskritischen Netzwerks attac lädt Sie ein, den schwierigen Text gemeinsam öffentlich zu verlesen. Arbeitsteilung, sozusagen, aber auch konkrete Anteilnahme an politischer und gesellschaftlicher Gestaltung. Denn nur, wer die Verfassung kennt, kann auch mitreden.

Demokratie mitgestalten

Wie lange dauert es, 482 Seiten laut zu lesen? Rein rechnerisch etwa 24 Stunden. Eine Person wird das nicht leisten können. Das gemeinsame Lesen eines solchen Mammutwerkes ist daher nur zu machen, wenn man den Text arbeitsteilig liest. So lange, wie jeder Lust hat, dann der nächste. Ein bißchen Mut gehört dazu, vor anderen zu lesen. Aber Demokratie gibt es auch nicht umsonst.

9 heiße Stunden

Letztlich haben wir 9 Stunden gelesen. Vor den Protokollen und Erläuterungen haben wir aufgehört. Es ging aber auch weniger darum, eine konditionelle Höchstleistung vorzuzeigen, als über lange Dauer ein Forum für politisches Engagement und Diskussionen anzubieten. Dies wurde von einigen, unserer Meinung nach leider zu wenigen, wahrgenommen.

Wir haben uns sehr gefreut, dass auch Menschen, die sonst mit unserer Bewegung wenig Berührung haben, sich an der Aktion beteiligten. Einer kam sogar aus Berlin angereist, nur um die Präambel zu lesen.

Der Zuspruch war groß, die Beteiligung war zu gering. Wir werden darüber diskutieren müssen, woran das gelegen hat - nicht rückblickend allerdings, sondern vorausschauend für die nächste Aktion dieser Art. Denn Spaß und Sinn hat es gemacht.

 


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Unsere Einladung

Die Veranstaltung ist zwar vorbei, dennoch lassen wir an dieser Stelle unseren Flyer und unser Plakat im Download, falls jemand auf die Schnapsidee kommen sollte, die Aktion nachzumachen...





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